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Monday, September 27, 2021

Double Feature

Is it really seven years ago already that I had the pleasure to see Steely Dan on stage? My review says so.

Now they released a live album. Northeast Corridor.




The line-up is more or less the same as seven years ago -- only Walter Becker is missing, of course. The album is dedicated to his memory.

Recorded at four different venues, probably in 2019, the Steely Dan Band, as it's called now, played a sort of Greatest Hits set, from "Black Cow" to "Reelin' In The Years", even "Rikki Don't Loose That Number" is on the setlist, a track they didn't want to play formerly. One song from the Everything Must Go album is presented here live for the first time, "Things I Miss The Most", "A Man Ain't Supposed To Cry", an old Frankie Laine number, which appears as track 12 here, was the last encore. 

The musicians and singers, without exception, are superb. Even when Donald Fagen gets a bit into fights with the higher notes (he's 73 now, so I think he's allowed to), the four back-up singers stand in perfectly, you hardly notice how well they do it.

As you would expect from Steely Dan, the sound is absolutely first-class, the audience is audible but not mixed into the foreground, you can follow the overall sound as well as every single instrument, especially when using headphones. What else could you wish for!

But there's more!

There's also this:

 


The Steely Dan Band plays Donald's full solo album The Nightfly from 1982. The sleeves don't tell the recording dates, but it's same band and same venues, and the sound tells me that it's probably been a part of some of their 2019 shows. The vocals in "Maxine" are left completely to the back-up singers which works beautifully.

These two albums -- I think they belong together -- could easily be my records of the year. Just fantastic!

Wednesday, August 13, 2014

Steely Dan


Steely Dan
Pittsburgh PA, Benedum Center, August 11, 2014



Angesichts des Publikums, das überwiegend aus reiferen Jahrgängen bestand, hatte ich schon befürchtet, er würde – wie in seinem Buch angedroht – Bingozahlen ansagen. Aber Mr. Fagen entschied sich dann doch für sein Fender Rhodes. Und für den Gesang. Wenn er auch die hohen Töne nicht mehr packt, die Stimme ist unverkennbar. 

Seit 42 Jahren sind Steely Dan auf der Szene. Entdeckt habe ich sie erst in den 80ern, als es sie eigentlich schon nicht mehr gab. Aber ihre Musik ist im besten Sinne zeitlos geblieben. Und wenn Steely Dan eigentlich auch eher ein Studiokonstrukt war: Sie können es auch live, wie ich gestern abend im Benedum Center in Pittsburgh bei ihrer „Jamalot Ever After“-Tour erleben durfte.

Das Opening wurde gestaltet von der Bobby Broom Organi-Sation, einem Chicagoer Jazztrio, das mit halbakustischer Gitarre, Drums und einer Hammond-B3 den passenden Einstieg lieferte. Interessant übrigens, dass das US-Publikum in der Regel den Supporting Acts gern und mit Sympathie zuhört. In Deutschland habe ich das sehr oft anders erlebt.

Eine Band, die tourt, obwohl sie kein neues Album im Koffer und auch sonst nichts zu promoten hat und trotzdem alle 56 Termine innert weniger Stunden ausverkauft (und das bei Ticketpreisen bis zu 200 Dollars, von den Resellerpreisen mal gar nicht zu reden), kann es sich leisten, keine Interviews zu geben und auch auf sonstige Reklame zu verzichten.

Die achtköpfige Backing-Band begann den Abend mit „Cubano Chant“, einem Ray-Bryant-Cover, das auch „Pittsburghs very own“ Art Blakey mal gespielt hat (man ist hier stolz auf sowas), dann gesellten sich Walter Becker, Donald Fagen und drei Sängerinnen (Carolyn Leonhart-Escoffery, La Tanya Hall, Cindy Mizelle), von denen jede einen eigenen Abend tragen könnte, hinzu und stiegen mit „Black Cow“ (vom „Aja“-Album) ein.

Es folgte eine zweistündige Show, an der zwar bis in die Lichtdramaturgie hinein nichts spontan war, die aber auch nie in allzu offensichtliche Routine abdriftete. Fagen, der hinter seinem E-Piano mit dunkler Brille und zurückgelegtem Kopf beim Singen immer ein bisschen wie Ray Charles wirkt, brauchte zwei oder drei Stücke, um stimmlich auf Betriebstemperatur zu kommen, aber das war auch fast alles, worüber man sich beschweren könnte. 

Zu hören gab es Repertoire, „Greatest Hits“, wobei zur Enttäuschung etlicher Fans allerdings ausgerechnet „Do It Again“ und „Rikki Don’t Lose That Number“ fehlten. Auf Beckers und Fagens Soloalben wurde verzichtet, auch von Steely Dans Alben von 2000 und 2003 war nur jeweils ein Stück zu hören. Dafür war der Anteil des „Aja“-Albums überdurchschnittlich hoch.

Hervorzuheben sind der Drummer Keith Carlock, der es an Präzision mühelos mit der auf dem „Gaucho“-Album verwendeten Drummaschine („Wendel II“) aufnehmen konnte, und der Gitarrist Jon Herington, dem selbst das vertrackte Solo aus „Bodhisattva“ keine Probleme bereitete. Der Sound blieb den ganzen Abend über ein wenig blechern, aber 13 Musiker live abzumischen ist auch keine Kleinigkeit.

„Reelin‘ In The Years“ und „Kid Charlemagne“ waren die Zugaben. Ein glückliches Publikum erlebte einen perfekten Abend. Gerne wieder.