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Saturday, February 14, 2026

Die 15 tödlichsten Nervensägen im Konzert / The 15 Deadliest Annoyences at Concerts


 (English: scroll down, please)

 

  1. Der Dauerfotograf/-filmer, der unentwegt mit seinem leuchtenden Handydisplay vor dir herumwedelt.

  2. Der Fan (immer männlich), der schon betrunken in die Halle kommt, todsicher seine Bierflasche umkippt und sich ebenso todsicher im Laufe des Abends übergeben wird.

  3. Der Fan, der unermüdlich zwischen den Stücken den Titel seines Wunschliedes brüllt, als gäbe es keine Playlist (alternativ ruft er auch gern den Vornamen eines der beteiligten Musiker in der Hoffnung, dieser möge die Anwesenheit des Fans zur Kenntnis nehmen).

  4. Der Fan neben dir, der alle drei Minuten seine Whatsapp- und Facebooknachrichten checkt und getreulich an alle seine 400 Freunde postet, welcher Titel gerade gespielt wird.

  5. Die 50-jährigen Fans (männlich wie weiblich), die glauben, sie seien plötzlich wieder 17.

  6. Der Fan, der wegen des Handys in seiner Hand nicht applaudieren kann und deshalb johlen muss.

  7. Der Fan, der darauf beharrt, in der Reihe vor dir zu tanzen (und der dir bei unbestuhlten Konzerten mit Sicherheit mindestens zweimal auf die Füße steigen wird).

  8. Der Fan (immer männlich, immer in der Reihe hinter dir), der seinen Freunden lautstark die popgeschichtliche Bedeutung und den bandhistorischen Kontext des jeweils gerade gespielten Stücks erläutert.

  9. Der Jazzexperte, der nach jedem noch so einfallslosen Solo losapplaudiert, als sei soeben der Erlöser vom Kreuz gestiegen.

  10. Die Klassik- oder Folk-Freundinnen, bei denen, sobald es im Saal dunkel wird, eine nicht abschaltbare Tuschelautomatik anspringt (immer weiblich; immer zu zweit; sie treten gern auch im Kino oder (seltener) im Planetarium in Erscheinung).

  11. Der Fan, der vorn am Bühnenrand steht, mit dem Kopf schon halb in der PA steckt und trotzdem nach jedem Stück „lauter!“ brüllt.

  12. Der Fan, der immer wieder versucht, durch wildes Winken (gern auch mit Halstüchern oder der Jacke) einen Bekannten auf sich aufmerksam zu machen, den er in der diagonal gegenüberliegenden Ecke der Halle erspäht hat.

  13. Die Frau im längst zu eng gewordenen Abendkleid (Vorkommen meist in Klassikkonzerten), die durch eine übermäßige Parfümfahne ihr Revier abzustecken versucht.

  14. Der Fan, der von Reihe 38 aus mit Blitzlicht fotografiert; auch er besonders bei Klassik-, aber auch Folkkonzerten anzutreffen.

  15. Der Klassik-Konzert-Besucher (immer männlich), der nach jedem Stück genau viermal müde in die Hände klatscht und seinen Sitznachbarn mit griesgrämiger Miene davon in Kenntnis setzt, das habe er mit dem Dirigenten X schon mal besser gehört. 

 

 *

 

  1. The incessant photographer/videographer, constantly waving their glowing phone screen in front of you.

  2. The fan (always male) who arrives at the venue already drunk, knocks over their beer bottle, and is guaranteed to throw up sometime during the evening.

  3. The fan who tirelessly shouts the title of their requested song between numbers as if there were no playlist (alternatively, they might call out the first name of one of the musicians in the hope that the musician will acknowledge the fan's presence).

  4. The fan next to you who checks their WhatsApp and Facebook messages every three minutes and faithfully posts to all 400 of their friends which song is currently playing.

  5. The 50-year-old fans (male and female) who think they're suddenly 17 again.

  6. The fan who can't applaud because of their phone and therefore has to yell.

  7. The fan who insists on dancing in the row in front of you (and who will almost certainly step on your feet at least twice at standing-room-only concerts).

  8. The fan (always male, always in the row behind you) who loudly explains to his friends the pop-historical significance and band history of the song currently being played.

  9. The jazz expert who applauds after every single unimaginative solo as if the Messiah had just descended from the cross.

  10. The classical or folk music lovers who, as soon as the lights dim, have an unstoppable whispering mechanism that kicks in (always female; always in pairs; they also like to appear in cinemas or (less frequently) planetariums).

  11. The fan who stands at the front of the stage, his head practically buried in the PA system, and still yells "Louder!" after every song.

  12. The fan who repeatedly tries to attract the attention of an acquaintance he's spotted in the diagonally opposite corner of the hall by waving wildly (often with scarves or his jacket).

  13. The woman in the long-too-tight evening gown (most commonly seen at classical concerts) who tries to mark her territory with an overpowering scent of perfume.

  14. The fan who takes flash photos from row 38; frequently encountered at classical, but also folk concerts.

  15. The classical concert visitor (always male) who wearily claps his hands exactly four times after each piece and informs his seatmate with a grumpy expression that from conductor X he's heard better performances of this piece.



Monday, February 9, 2026

Die Vorstellungen der Linken

 



Von der Notwendigkeit sozialer Gerechtigkeit muss mich niemand überzeugen. Die ist wünschenswert, das habe ich immer so gesehen, und ich denke auch, der deutsche Staat ist in der Lage, sie zu gewährleisten. Aber diese Werbung der "Linken" läuft in eine falsche Richtung.
 
Wenn der Reichtum, den die Linke "zurückholen" möchte, legal erwirtschaftet und den Steuerbehörden gemeldet worden ist, dann ist das Vermögen bereits einmal versteuert worden. Ist es durch illegale Finanztricks erwirtschaftet worden, dann ist das eine Sache für die Justiz, gegebenenfalls auch für den Gesetzgeber.  
 
Bei der Linken scheint man zu glauben, die von ihr so bezeichneten "Superreichen", wer immer und ab welcher Vermögenshöhe das sein mag, bewahrten ihr Geld unter der Matratze auf und man müsste nur hingehen und es einsammeln. Tatsächlich aber liegen deren Vermögenswerte normalerweise zum großen Teil in Sachwerten vor oder stecken in anderen Unternehmen, Stiftungen, Grundbesitz, Vereinen, Sponsorships, Think Tanks oder in was auch immer. Sollen solche Mittel an den Staat gehen, müssten sie dort, wo sie sind, abgezogen werden, und dann fehlen sie da.
 
Und wenn der Staat trotzdem kassieren will? Die Vermögen der Reichen kann man nur einmal einziehen, dann sind sie weg. Die Linke (oder das Staatswesen, das sie sich wünscht) möchte einerseits von diesen Vermögen profitieren, indem sie sie einkassiert, andererseits scheint sie aber zu glauben, die Einnahmen flössen dann trotzdem munter weiter und könnten weiter kassiert werden. Mir scheint, dieser Idee gebricht es ein wenig an Logik.
 
Wenn jemand eine gute Geschäftsidee hat, damit ein Unternehmen gründet, erfolgreich wird und auf diese Weise legal (!) zu Vermögen oder von mir aus sogar zu Reichtum gelangt -- dann ist das so. Punkt. Wäre ich ein solcher Unternehmer, möchte ich in keinem Staat leben, der sich willkürlich nach Kassenlage, Wahlkampfsituation oder aus sonstwelchen Gründen das Recht anmaßt, mir vorschreiben zu wollen, was ich ihm über realistische Steuerzahlungen hinaus von meinen Einnahmen noch abzugeben habe.
 
Ich halte es auch für eine merkwürdige Vorstellung, dass jemand, der Sachvermögen erbt, etwa eine Fabrik, den geschätzten Wert dieser Sache in Geldmitteln auftreiben soll, um die "Steuerschulden" zu begleichen, die er dann sozusagen mitgeerbt hat.
 
Zu der höheren Erbschaftssteuer, die immer wieder gefordert wird, fällt mir folgendes ein: Ob es uns passt oder nicht, die Erbmasse gehört dem Erblasser, niemandem sonst, und niemand anderer als er hat darüber zu bestimmen, wem er sie vermachen will. Kann er darüber nicht mehr bestimmen, dann gilt eine gesetzliche Erbfolge. Die Linke kann gern versuchen, eine parlamentarische Mehrheit für eine Änderung dieses Verfahrens zusammenzubekommen, aber für realistisch halte ich eine solche Mehrheit nicht. Bis dahin ist es so, wie es ist.
 
Außerdem gilt auch bei Erbangelegenheiten: Die Erbmasse, wenn sie legal zustandegekommen ist, besteht aus früheren Einnahmen, die bereits schon einmal versteuert worden sind. Damit muss die Sache erledigt sein.
 
Und vorsichtshalber nochmal: Ich rede hier nicht von illegal erworbenem Vermögen. Aber das tut eben auch die Linke nicht. Deswegen halte ich das, was ihr anscheinend vorschwebt, für legalisiertes Raubrittertum.