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Wednesday, October 9, 2019

Schöner sterben mit Laurie

Vor einiger Zeit hatte ich in irgendeinem Manafonistas-Kommentar nebenbei die Frage aufgeworfen, ob Laurie Anderson eigentlich schon immer Buddhistin war oder erst seit neuerer Zeit. Sie hat, wie ich inzwischen weiß, erste Fühlung bereits in den Siebzigern in den Künstlerkreisen von SoHo aufgenommen, sich dann aber nicht weiter darum gekümmert. Erst in den Neunzigern scheint sie dann ernsthaft in den tibetischen Buddhismus eingestiegen zu sein; offenkundig unter dem Eindruck Lou Reeds, John Cages und Philip Glass' (letzterer ist u.a. Mitgründer des buddhistischen Tricycle-Magazins). Ebenfalls in den Neunzigern sprach sie Texte des Dalai Lama für ein Hörbuch.

Und nachdem schon Lauries zurückliegende Alben Heart of a Dog und Landfall recht jenseitig orientiert waren, geht es nun um buchstäblich die letzten Dinge -- beziehungsweise die Dinge zwischen Ende und Neuanfang.





Das Projekt Songs from the Bardo ist 2014 live aufgeführt worden und liegt nun als Studioeinspielung vor. Über einen durchgehenden, sich laufend verändernden Klangteppich spricht Laurie Anderson die Unterweisungen des "Bardo Thodol", auch bekannt als das "Tibetische Totenbuch". Sie selbst spielt Violine, begleitet wird sie von Tenzin Choegyal (Gesang, Gongs, Lingbu, tibetische Bambusflöte, Dranyen, Klangschalen), Jesse Paris Smith (Klavier, Gongs und Klangschalen), Rubin Kodheli (Cello) und Shahzad Ismaily (Perkussion).

Der Begriff "Bardo" steht in der tibetisch-buddhistischen Lehre für "Zwischenzustand" oder "Übergang". Beschrieben werden im Totenbuch (sehr vereinfacht gesagt) die drei Stadien der physischen und psychischen Ereignisse im Sterbeprozess, im Moment des Todes und des Danach. Eine Reihe von Unterweisungen sollen dem Sterbenden vorgelesen werden, um ihn durch die Tage nach dem Tod zu führen und ihm den Weg durch die Erscheinungen zu weisen, mit denen er zu rechnen und auf die er gegebenenfalls zu reagieren hat: die Wahrnehmung des Klaren Lichts, die karmischen Illusionen, die sich als friedvolle und zornige Gottheiten und als sich ständig ausbauendes Mandala zeigen, und die Ereignisse beim Eintritt ins Nirvana oder der möglichen Wiedergeburt -- immer begleitet von dem Hinweis, dass es sich bei allem, was zu sehen oder zu hören ist, um Projektionen des eigenen Geistes handelt. (Es verwundert nicht, dass Timothy Leary diese Teile des Tibetischen Totenbuches vor vielen Jahren einmal in eine Art Reiseführer umgearbeitet hat, der lange Zeit auch als Raubdruck kursierte.)

Man kann die Songs from the Bardo unmöglich im Hintergrund laufen lassen. Die Platte zieht den Hörer in ihren Bann. Lauries (inzwischen deutlich gealterte) Stimme und ihre hochkonzentrierte Sprechweise zwingen zum Zuhören -- auch dann, wenn man vielleicht mit der Thematik des Albums wenig anfangen kann. In letzterem Fall sind die 14 Tracks zumindest eine Reise in eine faszinierende Gedankenwelt. Es ist auch sicher kein Zufall, dass die Platte nicht bei Lauries Hauslabel Nonesuch erschienen ist, sondern bei Smithsonian/Folkways. Das Booklet enthält umfangreiche Texte über das Projekt und die Ausführenden, leider allerdings nicht den von Laurie gesprochenen Text, den man eigentlich gerne mitlesen würde. Man findet den Wortlaut des Totenbuches aber in verschiedenen Übersetzungen im Web.

Alsdann: Awakened One, listen without Distraction.

Hartes Brot, aber es lohnt sich.

Monday, September 9, 2019

Terry Riley: Sun Rings (Kronos Quartet)




Sun Rings for String Quartet, Chorus and pre-recorded Spacescapes ist der vollständige Titel dieser zehnteiligen Kompositionssuite, geschrieben und uraufgeführt mit dem Kronos Quartet bereits 2002. Eines der Stücke, "One Earth, One People, One Love", war bereits Teil des Albums Sunrise of the Planetary Dream Collector, in dessen Folge der Zyklus entstanden ist; das schadet aber nichts, denn nun steht es in seinem richtigen Kontext, am Ende von Sun Rings.

Das Weltall war immer ein faszinierendes Thema, spätestens seit Gustav Holsts Die Planeten ist es auch Teil des Konzertlebens. Dass Sterne und Planeten Radiosignale von sich geben, weiß man schon länger. Voyager 1 und 2 waren sehr fleißige Sammler in dieser Hinsicht. Die NASA zeichnet diese Signale auf und analysiert sie zu Forschungszwecken -- man kann daraus Rückschlüsse auf Atmosphäre, Zusammensetzung und andere Dinge ziehen. Man kann die Signale aber auch elektronisch so bearbeiten, dass sie für menschliche Ohren hörbar werden -- rhythmisch krachend, pfeifend, singend, rauschend. Wer sie pur hören will, findet sie auf der Webpage der NASA. Die Sonne klingt eher aufdringlich, Saturn erinnert an singende Wale, Jupiter dagegen ist fast unheimlich (aber letzteres bilde ich mir vielleicht nur ein; ich fand den Jupiter immer irgendwie unheimlich).

Terry Rileys Verbindung zu den Sternen war ein Peyote-Button, irgendwo in der nächtlichen Landschaft des Tahoe National Forest, in dessen Nähe er aufwuchs. Nun hat er die Sternensounds, die er vielleicht schon damals gehört hat, zur Basis seiner Sun Rings gemacht. Sie liegen nicht nur einfach "unter" der Musik, sondern sind ihr Ausgangspunkt. Die Klänge fließen mit den Streicherklängen, aber auch einem gemischten Chor zusammen, verstärken sie, rhythmisieren sie, geben ihnen Farbe und Atmosphäre. Sun Rings ist auch nicht "klassische Minimal-Musik". Natürlich gibt es die Riley-typischen melodischen Schleifen, aber die Stücke sind auskomponiert, nichts ist Zufall. 9/11 war eine Unterbrechung; Riley wusste eine Weile nicht mehr weiter. Der Schock, den er bis heute mit den meisten Amerikanern teilt, hinterließ Spuren: "Prayer Central", das längste Stück der Suite, ruft, zum Teil in Einzelsilben zerlegt, zum Frieden auf: "Now we must learn to de-pend on vast, mo-tion-less thought." Man mag das hoffnungslos romantisch oder Koyaanisqatsi-selig finden, das ist es auch, aber es funktioniert im Kontext der Musik. Das Schlussstück basiert dann auf der Zuspielung der Stimme der Autorin Alice Walker, die, während sie die 9/11-Anschläge beobachtete, diese Worte als Mantra sprach: "One Earth, One People, One Love."



Sunday, August 25, 2019

Kim Gordon @ The Warhol



Kim Gordon @ The Warhol, Pittsburgh





A boring exhibition. But this might have been intended:





Monday, August 19, 2019

Back to School

This season's best selling staple for school kids: bullet-proof backpacks!

Just trust the free market. It will always find the best solution.

Wednesday, August 14, 2019

Immigrant Eyes

I know some people who should watch this video
three times a day.
But I fear it wouldn't help.



Willie Nelson:
Immigrant Eyes (2019)

Saturday, August 10, 2019

T.C. Boyle: Outside Looking In




Da ist er wieder bei seinem Lieblingsthema, der Mr. Boyle: der Gruppendynamik, wie auch schon in "Drop City" oder in den "Terranauts". Der Titel bezieht sich auf eine Zeile des Songs "Legend of A Mind" der Moody Blues: "Timothy Leary's dead / No, no, he's outside looking in" aus dem Album In Search of the Lost Chord von 1968. Während allerdings der Song Leary bescheinigt: "He'll take you up, he'll bring you down / He'll plant your feet back firmly on the ground / He flies so high, he swoops so low / He knows exactly which way he's gonna go", so zeigt der Roman sehr deutlich auf, dass Letzteres wohl kaum der Fall war.

In einer Art Vorgeschichte schildert Boyle, wie der Pharmazeut Albert Hofmann bei der Sandoz AG in Basel eine Droge synthetisierte, die er LSD-25 nannte (25, weil es noch 24 weitere Varianten gab). Testweise applizierte er sich 1943 eine Dosis der Droge, die er für minimal hielt, die aber, wie sich herausstellte, bereits einer etwa zehnfachen Überdosierung entsprach. Das liest sich im Roman amüsanter als es für Hofmann vermutlich war. Hofmanns Fahrradfahrt nach Hause wird von allen Späthippies der Welt noch heute am 19. April als "Bicycle Day" begangen (womit auch immer).

Nach diesem Präludium erfolgt ein Sprung an die Harvard-Uni des Jahres 1962. Der Dreh, den Boyle hier jetzt anwendet, besteht darin, dass er erfundene Protagonisten (den Doktoranden Fitz, seine Frau Joanie und deren Teenagersohn Corey) in die Forschungsgruppe um Timothy Leary, Richard Alpert und seine Compagnons einbaut. Die meisten dieser Personen erscheinen mit ihrem wirklichen Namen; im Impressum des Buches wird sehr gewunden darauf hingewiesen, dass diese Personen fiktiv sind, mit der Namensnennung jedoch eine Anmutung von Authentizität erzeugt werden soll. Wer mal eine Leary-Biografie gelesen hat, wird das einordnen können; die Abfolge der Ereignisse in der Geschichte entspricht weitgehend der Realität, und der Roman folgt der Realität bis ins Jahr 1964. (Lassen wir mal außen vor, dass Leary hier stets als Professor bezeichnet wird, der er tatsächlich nie war. Er war Assistenzprofessor in Berkeley, in Harvard war er "Lecturer". Irgendwann wäre er sicherlich Professor geworden, aber dazu kam es nicht.) Learys und Alperts Rausschmiss aus der Uni wird ebenso geschildert wie die Entstehung der Gruppe um diese beiden herum, die Learys Experimente mit der Droge auf privater und Stiftungsebene weiterführt. Teil I und III werden aus Fitz', Teil II wird aus Joanies Sicht erzählt.

Leary besaß offensichtlich das Talent, Geldgeber und Unterstützer von seinen Vorhaben zu überzeugen, und so trifft sich diese Gruppe -- etwa 20 Personen -- zunächst zum regelmäßigen Samstagabendtrip in der Villa eines befreundeten Professors, verwüstet sie dabei, bemalt die Wände mit Mandalas und fliegt achtkantig raus. Was aus der Klage des Besitzers gegen Leary wird, erfahren wir leider nicht.

Es gelingt Leary, für ein halbes Jahr ein komplettes Hotel in Zihuatanejo, Mexiko, zur Verfügung gestellt zu bekommen. Die Gruppe genießt die "summer seminar" genannte Reise wie Urlaub mit allen Annehmlichkeiten bei freier Versorgung mit Cocktails aller Art und LSD, wobei diese Trips zunächst noch per Fragebogen nachgearbeitet werden -- es ist ja Wissenschaft, was man hier betreibt. Im zweiten Jahr (wir sind dann in 1963) wiederholt sich das Spiel, bis die mexikanische Polizei der Sache ein Ende macht -- ohne dass die Gruppe, die sich inzwischen als "Family" sieht, als "Brothers and Sisters", überhaupt bemerkt, was für wilde Gerüchte über sie inzwischen im Dorf und der Presse kursieren. Fitz, Joanie und Corey geraten in erhebliche Schwierigkeiten, da sie für die Reise ihre Wohnung und Joanie ihren Job als Bibliothekarin aufgegeben hatten.

Doch dann, wiederum mit Hilfe reicher Gönner, gelingt es Leary, ein Anwesen mit 64 Zimmern und riesigem Garten in Millbrook bei New York zu ergattern. Dort lässt sich die Family dauerhaft nieder, ergänzt nun allerdings um einige Leute, deren Herkunft niemandem so ganz klar ist und die zum Teil als Störfaktoren wirken. Die örtliche Polizei behält das Anwesen ständig im Auge und nervt mit kleinkarierten Kontrollen; auch die "Merry Pranksters" mit Ken Kesey statten dem Haus einen (ungebetenen) Besuch ab und hinterlassen Chaos.

In Teil III des Buches, Millbrook 1964, zeichnet sich dann zunehmend der Zerfall der Gruppe ab. Dabei ist Boyle ein einerseits guter Beobachter, der sehr wohl in der Lage ist, gruppendynamische Prozesse und auch die Beziehungen zwischen einzelnen Personen auszuloten, aber andererseits zeigt sich spätestens hier auch der große Schwachpunkt: Charaktere tauchen auf und verschwinden wieder, sie sind oberflächlich, oft in sich widersprüchlich, handeln beliebig oder kaum nachvollziehbar und sind zum Teil überhaupt nur deshalb erfunden (etwa Corey), weil sie eine bestimmte Funktion im Handlungsablauf übernehmen müssen, nicht, weil sich Boyle wirklich für sie interessiert. Konflikte gibt es jede Menge, alle auf dem Niveau von Daily Soaps, furchtbar aufgeregt, aber nicht aufregend, sexuelle Eskapaden gesellen sich hinzu. Dass die Beziehung von Fitz und Joanie/Corey zu Bruch geht, ahnt man von Anfang an, wenn man den Ton hört, in dem sie miteinander reden, und dass Fitz zunehmend psychotisch handelt, wird auch schnell deutlich. 

Leider gibt es trotzdem keinen einzigen Protagonisten in der gesamten Geschichte, dessen Schicksal mir nahegehen würde, es ist auch niemand dabei, den oder die ich gern kennenlernen würde. Selbst Leary bleibt eine blasse, irgendwie unmotivierte Erscheinung. Boyle hat zwar drauf, wie man Plotpoints setzt, aber sie führen zu keiner Dynamik, und, was noch unangenehmer ist, man bemerkt jedesmal sofort, wie er sie setzt. Angenehm immerhin, dass Boyle auf längliche Tripschilderungen verzichtet. Es ist ihm offensichtlich klar, dass das zwecklos wäre -- man kann natürlich schildern, wie Musik farbig durch den Raum fliegt, wie sich die Wände biegen oder sich der Himmel auftut, aber es ist sinnlos, weil sich das eigentliche Triperlebnis nicht darstellen lässt. (Vielleicht könnte das ein wirklich erstklassiger Autor, aber der ist Boyle nicht. Boyle ist ein brauchbarer Autor. Immerhin.)

Das Buch endet irgendwo nach knapp 390 Seiten, ohne Auflösung, ohne Höhepunkt, ohne wirklichen Schluss. Nur eines wird deutlich: Während noch alle Family-Mitglieder sich selbst gegenüber vorschieben, als Gemeinschaft, als Experiment, als Pioniere wissenschaftlicher Forschung zu agieren, ist dem Leser klar, dass schon längst die Droge die Regie übernommen hat. Dass es den Leuten tatsächlich um nichts anderes mehr geht als um den nächsten Trip, der dann aber natürlich auch nichts löst. Wenn es Boyle darum ging, dies zu zeigen, dann ist es ihm gelungen. Im übrigen ist "Outside Looking In" kein schlechtes Buch, es liest sich ohne große Schwierigkeiten weg, man langweilt sich nicht. Aber mit wichtigen oder sonstwie klugen Erkenntnissen rechnet man besser nicht, es kommen keine.

Diese Besprechung bezieht sich auf die Originalausgabe, die deutsche Übersetzung kenne ich nicht.



Thursday, August 8, 2019

CCR: Live at Woodstock




(Scroll down to English version)

Mit (offiziellen) Live-Alben ihrer Band waren die CCR-Fans bislang nicht allzu üppig gesegnet. Das Royal Albert Hall Concert wurde 1980 veröffentlicht und entpuppte sich als Aufnahme aus Oakland, California, von 1970. Spätere Neuauflagen hießen dann einfach The Concert. Dann gab es da noch das Doppelalbum (mit sensationellen 52 Minuten Gesamtspielzeit!) Live in Europe von 1972, das einzige, das die Band in Triobesetzung dokumentiert, ohne Tom Fogerty, der die Band verlassen hatte. Ein paar Graumarktprodukte gab es dann noch, aber die lassen wir mal lieber außen vor.

Ich, für meinen Teil, wusste lange Zeit nicht mal, dass CCR auf dem Woodstock-Festival überhaupt gespielt haben. John Fogerty wollte den Auftritt nicht veröffentlichen, weder im Film noch sonstwie. Anders als etwa Santana, die in Woodstock um ihren Durchbruch spielten und das auch wussten (selbst Carlos himself dürfte das in seinem Meskalinnebel noch erkannt haben), waren CCR zum Zeitpunkt des Festivals bereits Stars, und John Fogerty gab die Diva. Die Band musste nach den Grateful Dead auftreten, die ihren Slot gnadenlos überzogen und, wie Fogerty sagte, das Publikum in den Schlaf gespielt hatten. Der Auftritt von CCR begann dann um Mitternacht, ein wenig -- na, sagen wir mal: tastend, kam dann aber spätestens mit Wilson Picketts alter Soulnummer "Ninety-Nine and a Half (Won't Do)" in Schwung. Das ist kein Wunder, denn CCR waren dafür bekannt, ihre Auftritte bis ins i-Tüpfelchen eingeprobt zu haben, und exakt so wurden die Auftritte abgespult. Da konnte nicht viel schiefgehen. Eine weitere Gänsehautnummer: "I Put A Spell On You".

Das eine kann man sicher sagen: Nach den exakt 55 Minuten dieses Auftritts war das Publikum wieder wach. Sogar eine Zugabe gab es, zehn Minuten lang "Suzie Q". Normalerweise war nach "Keep on Chooglin'" Schluss. Zugaben wurden nie gespielt, John war der Ansicht, ein CCR-Auftritt sei von Anfang bis Ende durchdacht und als eine Gesamtheit zu sehen; in der Oper gäb' es ja schließlich auch keine Zugaben. Hier aber machten sie eine Ausnahme, und die ist so kochend heiß, als habe sich die Band gedacht: Los Jungs, jetzt machen wir sie fertig.

Wen stören da schon die paar Mängel im Sound oder die paar verrutschen Beats (tatsächlich verrutschten ja nicht nur die Beats, sondern die gesamte Bühne, und zwar nach rechts im Boden).

Für mich bis heute: die amerikanischste aller amerikanischen Rockgruppen.

(Zuerst veröffentlicht in manafonistas.de)



There weren't too many (official) live albums the fans of CCR could listen to.  The Royal Albert Hall Concert was released in 1980 and turned out to be a recording from Oakland, CA, made in 1970. Later re-releases were simply entitled The Concert. Then there was Live in Europe, a double album from 1972 (with the sensational running time of 52 minutes), the only live document showing the band in trio lineup after Tom Fogerty had left the building. And there were a couple of gray-market products which we can put aside here.  

I, for my part, didn't know for a long time that CCR even played Woodstock. John Fogerty didn't want to release their appearence, not in the film nor somewhere else. Different from, for example, Santana, who played Woodstock for their breakthrough and were aware of this (even Carlos himself in his mescaline nebula must have noticed this), CCR at the time of the festivals were stars already, and John Fogerty gave the diva. The band had to play after Grateful Dead who mercilessly had overrun their slot and, as Fogerty said, had played the audience into sleep. CCR took the stage around midnight a bit, let's say: tentatively, but at latest with Wilson Pickett's old soul number "Ninety-Nine and a Half (Won't Do)" they got into swing. This is no mystery -- CCR was well-known for preparing their stage act correct to a dot, and they performed exactly this way. There was not much that could have gone wrong. Another  goose bumps-provoking tune was "I Put A Spell On You". 

One thing that can be said for sure: After the exactly 55 minutes of CCR's performance the crowd was wide awake again. Even an encore was given, ten minutes of "Suzie Q". Usually "Keep on Chooglin'" was the grand finale, no encores given. John's standpoint about this was: A CCR performance was thought out and had to be seen as a whole -- like an opera which also would never have any encores. But this time they made an exception, and this one is so boiling hot as if the band had thought: Okay boys, now let's tie them into knots. 

Who cares about the handful of sound flaws or the beats out of place (in fact, not even some beats were out of place, it was the whole stage sliding into the ground).

As far as I'm concerned: This is still the most American rock band of all American rock bands.